Felsenputzen an den Greifensteinen

Am 30.4.22 fand der 1. Arbeitseinsatz „Felsenputzen“ in den Greifensteinen statt. Seit dem die Tschechen ihre Kraftwerke mit Filtern bestückt haben, haben wir an den Kletterfelsen des Erzgebirges ein Problem. Mangels saurem Regen gedeihen Flechten, Algen, Moose und Farne prächtig. Felsen, die im Grünen stehen und schlecht abtrocknen, wachsen zusehends zu. In den Greifensteinen betrifft das vor allem die Nordseiten der Felsen. Seit dem Baumfälleinsatz im November2021 stehen die Greifensteine deutlich freier da als vorher. Damit trocknen die Felsen besser ab und die Begrünung dürfte weniger sportlich voranschreiten.  

Bei dem Putzeinsatz rückten wir (leider nur 3+1 Mann) dem Felsen mit sektionseigenen Drahtbürsten zu Leibe. Dabei ging es nicht darum, den Felsen komplett von grüner Farbe zu befreien (das hätte uns paar Hanseln überfordert) sondern darum, die Linie wieder kletterbar zu bekommen, also wieder Grip am Granit zu erzeugen. Das haben wir für folgende Wege hinbekommen: 

  • Seekofel: Verlorener Zwieback (Rene wird’s freuen) 
  • Turnerfelsen: Nordostkante, Sonnenwendweg, Nordriss, Alter Weg und oberer Teil des SO-Wegs (ab Ring) 

Bei folgenden Wegen am Turner wurde zumindest der Einstieg ein Stück weit von Flechten befreit. 

  • Originaleinstieg des Herbstwegs (eine gute Klemmkeilstelle kam zum Vorschein) 
  • Nordwand (nur erste Züge) 
  • Südwand (nur erste Züge) 

Vom DAV waren zu Gange: Felix, Volker und Olaf. Ein anwesender Kletterer entschied sich spontan im Nachstieg die Drecksarbeit zu machen. Danke dafür.  

Durch den Einsatz derzeit reichlich vorhandener FFP2-Masken wurde die Ausprägung der berüchtigten Greifenstein-Staublunge verhindert. 

Alles in Allem ein Anfang nur. Wir sollten zusehen, dass wir das verstetigen und auch mehr Mitglieder davon überzeugen können, mit anzupacken. Es gibt noch eine Menge Wege, schöne klassische Linien darunter, die noch im Dornröschenschlaf sind. Diese wieder zu reaktivieren, würde mehr Vielfalt in den Griefensteinen bedeuten und das Klettergebiet ein Stück weit attraktiver machen. Auch ich bin manche (für mich machbare Route) noch nie geklettert, weil die war schon immer grün. Das zu ändern wäre eine Aufgabe für alle Kletterer in den Greifensteinen. Der saure Regen hilft uns nicht mehr dabei, wobei ich das durchaus gut finde 😉.

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